HANS WILHELM BERGER
Kein Kommentar zu Goldman oder Omega!
Mal wieder Untersuchungen der Geschäftstätigkeiten von Hans Berger, mal wieder Luxemburg, man könnte beinahe den Eindruck von business as usual bekommen.
Alles war doch soweit in Ordnung, das Risikomanagement in Takt und zu Omega und Goldmann Sachs werde man sich nicht äußern, man habe doch Konsequenzen gezogen und sei zurückgetreten!
Stolz schwingt in der Stimme als Berger über die aktive Begleitung vermögender Kunden und dann den Aufbau der Niederlassung New York spricht, der man die Steuerung für bestimmte Geschäftsfelder überließ, z.B. Energy! Man hatte auch besondere Mechanismen um zu verhindern das einem Schrottimmobilien aufgeschwatzt wurden! New York konnte (nicht so ganz) machen was Sie wollten, es gab ja das Global Head Prinzip(einen Leiter für Immobilien, der das weltweite Geschäft hier koordinierte). Er habe auch bei den Investoren der Flowers Gruppe die Entwicklung der Bank vorgestellt (Zu den Investoren des Fonds gehören ABN Amro, AIG, Banco Santander, GE, Goldman Sachs, J.P. Morgan Chase und andere..).
Das Schnellankaufverfahren habe man im Vorstand verabschiedet, allerdings ob er selbst bei Käufen mitgewirkt habe konnte er nicht mehr entsinnen, man hatte ja sehr stark delegiert.
Konfrontiert mit der Aussage von Peiner "Insbesondere in Hinsicht auf Risikotragfähigkeit und Kapitalausstattung hat der Vorstand das Risiko unterschätzt!" verneint der ehemalige Vorstand, das Portfolio war breit aufgestellt, diversifiziert und weit gefächert.
Die Entscheidung zur Bündelung verschiedener Geschäfte in Luxemburg habe man getroffen weil Steuerung, Kontrolle, erhebliches Know How und die Infrastruktur am weitesten ausgebaut waren!
Warum man dann auch Teile der Innenrevision an Wirtschaftsprüfer übergeben habe, natürlich weil man halt auf die schnelle keine Leute bekommen habe!
Nach über 2 Stunden Heile Welt langte es dann wohl selbst den Grünen, Fahrid Müller konstatierte dann auch das Berger wohl der selbstkritische Blick fehle, die Mängel der Bank seien nicht von selbst erschienen!
Immerhin ist in der Zeit als Berger Vorstand war die Bank an den Rand der Insolvenz manövriert worden.
Berger erwidert es wäre kein singuläres Ereignis, "Damals brannte die Welt! Was wäre passiert wenn HRE, AIG und so weiter..nicht gerettet worden wären?"
Bei der HSH lag es an der Kapitalmarktorientieung, Übergriffe auf die Realwirtschaft bei Immobilien, Schiffen und Firmenkunden, hochsensible Geschäfte habe man auf dem Radar gehabt, der Markt war nicht vorhanden, man hätte nicht mehr verkaufen können. Er war doch so betroffen und hat die Konsequenz mit dem Rücktritt getroffen (einen Tag nach bekanntwerden der Omega Verluste).
Unbeantwortet bleibt weiterhin der bedeutsame Einfluss den Berger auf politische, behördliche und wirtschaftliche Entscheidungen des Landes ausübte.
Fragen zu den 45 Millionen Dollar Schenkungen an Goldman Sachs (z.B. ob Goldman Wunderkind Flowers involviert war) oder Omega Geschäfte ausgenommen, war also alles im Lot Herr Berger?
In einer E-Mail der HSH-Rechtsabteilung vom 14. Oktober 2008 an den damaligen HSH-Vorstandsvorsitzenden Hans Berger heißt es:
wie eben im JF besprochen mein(e) mail von heute in Sachen GS (Goldman
Sachs) CDS (Credit Default Swaps) auf Lehmann. GS hat eine Frist ver-
säumt und kann daher keine Zahlung in Höhe von 50 Mio. USD gegen Liefe-
rung von Lehmann bonds mehr verlangen. Das ist der rechtliche Teil. Wie
man gfls. mit GS umgeht ist dann geschäftspolitisch zu entscheiden […].„

























































