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WOLFGANG PEINER

 

Verkaufsabsichten

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"Credaris kenn ich nicht!" Warum sollte ein HSH Aufsichtsratsvorsitzender auch solche Kleinigkeiten wie den größten Einzel-Hedgefonds der HSH, vom ehemaligen JP Morgan managing director Andrew Donaldson geleiteten Fond kennen(Mitte 2008 hatte die HSH 2,5 Mrd. in Hedgefonds investiert, die Hälfte davon in Credaris das auf die HSH "zugeschnitten" aufgelegt wurde)? Lediglich den schon für die UBS Geschäfte Verantwortlichen Martin Halblaub ließ dann kurz ein aufflackerndes Licht "den kenn ich" leuchten.
Auch vorgebrachte Berichte der Welt konnten den unerschütterlichen HGV Wirtschaftsprüfer und ehemaligen Finanzsenator nicht an eine der vielen unwichtigen Firmen seiner HSH erinnern.

 

 

 

Ob er mit dem Bürgermeister über die HSH Risiken gesprochen habe war Herrn Peiner dann auch so ziemlich entfallen, der Bericht über ein Telefonat hatte dann neue "Gedächtnislücken" zur Folge.
"Bis zur Lehmann Krise war doch alles in Ordnung" fiel dann gleich mehrmals an diesem Abend. Wirklich bemerkenswert war nur die Tatsache 4 Stunden möglichst nichtsagend viel von sich zu geben (und überhaupt unzensiert zu erscheinen! Respekt!), natürlich in längeren Monologen zu allseits bekannten Vorgehen von üblichen Bankgeschäften.

Wie erwartet wurde den ganzen Abend kein Wort zu Primo Alstria, Beiersdorf, Affi, Hapag Lloyd oder HGV Geschäften mit der HSH und Peiner ein Wort verloren, noch zu Millionenkrediten an Co-Beaufsichtiger, weder von den PUA Verantwortlichen noch vom ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden. Die Art wie die HSH gerade von "Aufsichtskräften" instrumentalisiert wurde wirft noch unendlich viele Fragen auf!

 

 

Momentan hält Herr Peiner ja auch so etwas wie den inoffiziellen Rekord im Landesbankuntergangs Beaufsichtigen (HSH, LBB, in beiden Fällen "zufällig" mit erheblichen Risiken bei dem Geschäft mit geschlossenen Immobilienfonds. Wäre damit für West LB oder Bayern LB ein durchaus vorzeigbarer Aufsichts- bzw. Trauerbegleitungs-Kandidat.), natürlich immer mit Prominenter Springer oder Otto Co-Aufsicht.

LBB-Peiner, Springer und die Berliner Hyp. Gleiche Vorgehensweisen wie die Primo Deals?
Die Bilanz dieses mehr als acht Jahre währenden Missmanagements von Bankern und Politikern ist verheerend: 4.000 Arbeitsplätze wurden gestrichen, die Aktionäre konnten dem Verfall ihrer Wertpapiere zuschauen: Von knapp 26 Euro im Jahr 1997 sank das Papier auf 1,91 Euro im Juni 2002.
Die Wohnungsbaufirma Aubis gehörte Landowskys (Berliner Hyp, bei der der Unionspolitiker und langjährige Vorsitzende der CDUFraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Klaus Landowsky, den Vorstand führte) alten Parteifreunden Klaus Hermann Wienhold und Christian Neuling. Als wenig später auch noch bekannt wurde, dass Landowsky eine Barspende von der Aubis für die CDU angenommen hatte, brach ein Sturm der Empörung in der Berliner Presse los, der schnell ein bundesweites Echo fand. Weitere Enthüllungen über Landowskys Kreditvergabe folgten. So habe der CDU-Politiker gern auch seinen Parteifreunden mit Krediten der Bankgesellschaft ausgeholfen und diese auch schon mal abgeschrieben, wenn die Kreditnehmer klamm waren. Oder er sponserte mit dem Geld der Bank den Promitennisclub LTTC Rot-Weiss in Grunewald, in dem er selbst Mitglied war.

 

 

 

 

 

HARTMUT STRAUß JOCHEN FRIEDRICH